Online-Bewerbungsverfahren
für den Nichtoffenen Städtebaulichen Realisierungswettbewerb


Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen.


 

In den letzten Jahren haben sich mit dem wieder einsetzenden Wachstum der Bevölkerung, dem demografischen Wandel sowie den sozialräumlichen Veränderungen neue Herausforderungen für die Stadtentwicklung Berlins gestellt. Dabei liegt ein großer Aufgabenschwerpunkt in der Bereitstellung von ausreichendem Wohnraum für eine wachsende Bevölkerung, vor allem auch für Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen.

Das etwa 9,3 ha große Wettbewerbsgebiet liegt im ehemaligen Entwicklungsgebiet Wasserstadt Oberhavel in Berlin Spandau und befindet sich im Eigentum der Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin. Die Wasserstadt verfügt bis heute über großzügige, im Rahmen des damaligen Stadtentwicklungsprogramms noch nicht entwickelte Flächen für die Errichtung von Wohnungen. Aufgrund der angespannten Situation am Berliner Wohnungsmarkt gewinnt das ehemalige Entwicklungsgebiet damit zunehmend an Bedeutung für Neubauvorhaben im Wohnungssektor. Bis zu 10.000 neue Wohnungen sollen bis 2025 östlich und westlich der Havel entstehen. Knapp 150.000 m² Grundstücksfläche werden dafür an landeseigene Wohnungsunternehmen übertragen. Gemeinsam mit den fünf anderen städtischen Wohnungsbauunternehmen hat die Gewobag mit dem Senat die Kooperationsvereinbarung "Leistbare Mieten, Wohnungsneubau und soziale Wohnraumversorgung" abgeschlossen, in deren Mittelpunkt eine sozial ausdifferenzierte Mietenpolitik steht.

Das ohne direkten Wasserbezug in Innenlage zwischen den hochfrequentierten Verkehrsachsen Daumstraße und Rhenaniastraße gelegene Wettbewerbsgebiet mit geschütztem Baumbestand und zwei denkmalgeschützten Gewerbebauten soll zu einem gemeinschaftsorientierten Wohnquartier mit rund 1.000 Wohnungen für 2.000 künftige Bewohner entwickelt werden. Dafür wird eine Änderung des bestehenden Planungsrechts angestrebt, denn der 2008 festgesetzte Bebauungsplan VIII-516, in dessen Geltungsbereich sich das Wettbewerbsgebiet befindet, sieht eine Mischgebietsnutzung vor. Ziel des Verfahrens ist es, ein abgestimmtes Entwurfskonzept zu finden, das den städtebaulichen Rahmenbedingungen gerecht wird und die Grundlage für die Änderung des bestehenden Baurechts hin zu Wohnnutzung und für die weitere Planung der Baumaßnahmen bildet.